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Mitarbeiterführung ist ein eigenständiger beruflicher Aufgabenbereich, welcher nicht mit den im «ersten Beruf» erworbenen Fähigkeiten und Kenntnissen professionell erfüllt werden kann.

Den meisten Führungskräften ist es nicht bewusst, dass sie mit der Aufgabe, Mitarbeitende  zu führen, einen eigentlichen zweiten Beruf gewählt oder «zugeschanzt» bekommen haben. Dies gilt für Informationstechniker, Lehrer, Bankangestellte und Ingenieure genau so wie für Kader in öffentlich Verwaltungen, Finanzanalysten, Architekten und Ärzte.

Wie aber kann man auch im Bereich Mitarbeiterführung ein Profi werden? Drei Schritte schaffen wesentliche Voraussetzungen dafür:

Stefan Brülhart Führungsentwicklungs Seminarsprecher

Stefan Brülhart

  1. Der erste Schritt zu Führungskompetenz ist die Unterscheidung von Mitarbeitenden-Fragen oder -Themen, welche sich auf meinen «Erstberuf», also auf die fachlichen Qualifikationen, beziehen und solchen, bei welchen es um das eigentliche Thema Führung geht, zum Beispiel:

    Die Mitarbeiterin möchte sich zum Beispiel weiter entwickeln, der Mitarbeiter ist nicht mehr so motiviert, wie er einmal war, es gibt (meistens unausgesprochene) Konflikte zwischen Team-Mitgliedern, oder die Mitarbeitenden machen «Dienst nach Vorschrift», anstatt sich als «Mit-Unternehmer» zu engagieren.

    Letzteres übrigens ist meist ein Zeichen für schwerwiegende Mängel in der Führungsbeziehung – und ein Vorbote für die Kündigung:«Menschen wählen Unternehmen und verlassen Vorgesetzte», wie es ein geflügeltes Wort auf den Punkt bringt.

Der zweite Schritt ist die Erkenntnis, dass Menschen sogenannte «nicht triviale Systeme» sind, wie es der Konstruktivist Heinz von Förster auf den Punkt gebracht hat:

Im Gegensatz zu Computern, Turbinen, Staumauern oder Flugzeugen weiss man bei ihnen nie, was ein Input (z.B. ein wirklich nett gemeinter Satz) für einen Output (der Mitarbeiter verstummt und verlässt den Raum) zur Folge hat.

Die Konsequenz daraus ist, dass die professionelle Führungskraft mit sogenannten «Heuristiken», das heisst Annahmen, von denen man ausgeht, arbeiten muss – und mit Feedback-Schlaufen, mit Hilfe derer reflektiert werden kann, ob man damit richtig gelegen hat, das heisst die Führungshandlung zum gewünschten Ergebnis geführt hat.

Dabei sollte man sich bewusst sein, dass diese Erkenntnis nur für den aktuellen Mitarbeitenden in der aktuellen Situation gilt – ich also vorbereitet sein muss, dass es zu einem anderen Zeitpunkt wieder ganz anders «läuft».Die professionelle Führungskraft nimmt also von vielem Abschied, was der unreflektierte Chef als gegeben annimmt: Dass man nur «sachlich» oder gar «objektiv» miteinander sprechen muss, um Probleme zu vermeiden oder zu lösen. Oder dass es «ja klar ist, was ich von meinen Mitarbeitenden erwarte».

Dass der Mensch ein vernünftiger und vor allem aufgrund ökonomischer Überlegungen funktionierender ist. Und von vielem weiterem «common sense» mehr… Mitarbeiterführung geschieht über eine Führungsbeziehung, und diese muss aktiv gestaltet werden wie andere Beziehungen.

  1. In einem dritten Schritt sollte sich die führungskompetente Person bewusst werden, dass sie mit der Übernahme von Führungsaufgaben für ihre Mitarbeitenden ständig im Fokus und unter Beobachtung steht:Führung findet nicht nur in der Sitzung oder dem berühmt-bemühenden Mitarbeitergespräch statt, sondern ständig –
    • auch wenn man gerade mal kurz rausgeht, um auf der Strasse eine Zigarette zu rauchen. «Schon wieder?!», denkt da vielleicht ein Mitarbeiter.
    • Oder ein anderer erhascht beim Vorbeigehen einen Blick auf das Smartphone und überraschende Inhalte darauf.
    • Oder die Feriendestination entspricht nicht den Vorstellungen, welche man sich von seiner Vorgesetzten gemacht hat.
    • Oder man wird samstags beim Einkaufen dabei «ertappt», wie man besonders günstige Aktions-Ware erstanden hat… («Hat der das nötig?»).
    • Oder der interimistische Manager einer öffentlichen Bildungsinstitution gibt sich beim Versuch, gesellig sein zu wollen, ungewollt als vermögender Ex-Bankier zu  erkennen: «Bei dem Sturm gestern hat es unsere Palmen an der Einfahrt ausgerissen!» («Palme? Einfahrt? Wie viel Kohle hat der, Mann?!»)

Wenn es etwas gibt, worin sich die Forschenden im Bereich wirksame Mitarbeiterführung einig sind: Dass Authentizität, also echt sein, wahrhaftig sein, keine Mätzchen machen und keine «hidden agenda» führen eine der wirksamsten Faktoren dafür ist, dass Mitarbeitende das «Rollenspiel Führung» mitmachen und den Vorgesetzten als solchen akzeptieren. Führungsentwicklung heisst damit in erster Linie Persönlichkeitsentwicklung.

Hat man diese drei Schritte gemacht – Führung als zweiten Beruf zu verstehen, den es zu erlernen gilt; sich gewahr zu sein, dass Menschen nur über die Beziehung zu führen sind und dass man als Führungskraft ständig «Modell» für die Mitarbeitenden ist und darum authentisch sein sollte: Erst dann kann man beginnen, wirkliche Führungskompetenz zu entwickeln.

Falls Sie mehr wissen oder Unterstützung bei der Entwicklung Ihrer Führungskompetenz haben möchten: Rufen Sie uns an ( 044 202 55 22 )  oder schreiben Sie uns eine E-Mail ( info[at]bruelhart-leadership.ch ), damit wir Ihnen ein auf Sie und Ihr Unternehmen passendes Angebot machen können.

Stefan Brülhart

Stefan Brülhart, Führungsexperte | Leadership Coach
Brülhart Leadership GmbH

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